Ziele und Leistungen

Pflege geht alle an!

Das Thema Pflege umfasst ein weites Spektrum an gesellschaftlichen und politischen Bereichen, derer sich im öffentlichen Diskurs kaum angekommen wird. Von der Entwicklung der Pflegebedürftigkeit, der Versorgungsstrukturen, der Situation der Pflegekräfte bis hin zur Vorsorge und Absicherung. Quer durch alle Schichten und Altersstufen haben Millionen von Menschen Berührungspunkte mit der Lebenswirklichkeit Pflege, doch ein Bewusstsein in der Öffentlichkeit ist kaum gegeben.
Die "Stiftung PflegeZukunft gestalten" will für das Thema sensibilisieren, junge Menschen einbinden, Betroffene informieren und sich auch für die zukünftige Entwicklung einbringen. Denn das Thema Pflege, und damit Millionen von Betroffenen und Tätigen, findet sich in der Mitte unserer Gesellschaft. Wir wollen, dass es dort auch eine Stimme bekommt.

Thematische Schwerpunkte

Wem gehört eigentlich die Zukunft?

Haben Sie schon einmal an einer Tagung zum Themenkomplex Pflege teilgenommen?
Dann ist Ihnen vielleicht auch aufgefallen: Im Podium sind meist ein paar Experten, im Publikum vor allem Pflegende und Betroffene. Doch darüberhinaus gibt es kaum Interesse.

Und wo sind die Jungen?

Wer ganz fehlt bei solchen Veranstaltungen, sind junge Menschen. Dabei geht es doch ganz entscheidend um ihre Zukunft! Sie werden diejenigen sein, auf deren Schultern die Versorgung der großen Gruppe von Menschen mit Pflegebedarf lastet. 2030 werden das rund 3,6 Millionen Menschen sein – fast 40% mehr als heute.

Generation 40plus: der Staat wird's schon richten

Die heute Jungen werden sich einem großen Problem stellen müssen: Der Altersarmut. Die Durchschnittsrente in Deutschland beträgt nicht mal 800€ pro Monat. Gleichzeitig wird jede zweite Frau und jeder dritte Mann im Laufe seines Lebens zum Pflegefall! Wie soll da eine menschenwürdige Pflegeversorgung sichergestellt werden?
Während die Generation 40plus noch sehr auf den Staat hofft, traut die heutige Jugend laut Shell-Studien der Politik nicht zu, diese Probleme zu lösen. Sie leben eher nach dem Motto „Ich kümmere mich um mich selbst“ – und das gar nicht zu Unrecht! Doch oft bleibt eines auf der Strecke: Eigenverantwortlichkeit heißt nicht nur aktive Vorsorge, sondern auch Solidarität mit jenen, die unverschuldet in Situationen geraten, die nicht selbstständig lösbar sind. Für die Gesellschaft und für den Einzelnen ist dies eine große und beständige Herausforderung.

Wohin kann die Reise gehen?

Wie sehen junge Menschen heute ihre Zukunft angesichts dieser Herausforderungen? Wovon träumen sie und welche Pläne haben sie, sich in die Gestaltung ihrer, aber auch unser aller Zukunft einzubringen?

Die Stiftung "PflegeZukunft gestalten" stellt diese Fragen. Wir wollen junge Menschen mit ins Boot holen, denn die Probleme werden nicht weniger. Die Kombination aus Pflegenotstand, Altersarmut und Zunahme der Lebenserwartung wird sich von Jahr zu Jahr verschärfen.
Niemand kann wollen, dass dann die nachfolgenden Generationen mit dieser Last ins Leben starten. Deswegen brauchen wir nicht nur ein geschärftes Bewusstsein für das, was auf uns zukommt, sondern auch den Willen zur Aktivität.  Die "Stiftung PflegeZukunft gestalten" will mit seinen Initiativen genau dieses Bewusstsein und diese Aktivitäten fördern:

  • All die Aktiven, die sich im Rahmen ihres Berufs, ehrenamtlich und als pflegende Angehörige um die Verbesserung der Situation kümmern: Hut ab! Das ist eine große Leistung und unverzichtbar. Pflegende müssen endlich die Anerkennung und auch die Vergütungen bekommen, die dem Wert ihrer Arbeit wirklich entspricht.
  • Wir dürfen die jungen Menschen heute nicht außen vor lassen und nur um unsere jetzigen Probleme kreisen. Wir alle werden irgendwann alt – die Alten zu ignorieren, weil sie in der Gesellschaft keine laute Stimme haben ist töricht. Wir müssen endlich Konzepte entwickeln die auch der Gesellschaft in 20 oder 30 Jahren noch gerecht werden.
  • Verantwortung für sich übernehmen und nicht an Staat, Gesellschaft Chef, Eltern oder die Umstände delegieren, ist das Gebot der Stunde. Zudem sind wir eine Gemeinschaft. Wir können nur so gut funktionieren, wie wir, die Mitglieder, diese Gemeinschaft gestalten. Vorsorge und Verantwortung müssen Teil der individuellen Lebensplanungen und zur Aufgabe jedes Mitgliedes der Gesellschaft werden.